Kirchgeld

Ohne Moos, nix los!
Das Geld ist der Lebensnerv der Dinge (Cicero)
Money makes the world going round!
Geld regiert die Welt?!
Der ärgste Fluch des Menschen ist das Geld (Sophokles)

Liebe Gemeindemitglieder,
zum Thema Geld ließen sich noch reichlich mehr oder minder kluge Sprüche zitieren und auch in der Bibel gibt es etliche Stellen, die sich diesem Thema widmen. Insofern ist das „liebe Geld“ kein Problem der Neuzeit, sonders es beschäftigt die Menschen schon seit der Zeit, als es erfunden wurde, immerhin schon im 7. Jahrhundert v. Chr. Und seit der Finanz- und Schuldenkrise vergeht kein Tag, wo dies in der Zeitung, dem Fernsehen und den anderen Medien nicht thematisiert wird.

Nun werden Sie sich bestimmt fragen, warum jetzt auch hier davon die Rede sein muss…? Ganz einfach: Weil wir als Gemeinde auch nicht genug davon haben und die Situation langfristig nicht besser werden dürfte. Ein Blick in den abgeschlossenen Haushalt für das Jahr 2013 soll das verdeutlichen (Angaben in Euro, auf 50 € gerundet):

Einnahmen  
Bistumszuschuss 44.200
Spenden, Kollekten, Einnahmen für Caritas 9.400
Allgemeine Einnahmen, Bestand Vorjahr 21.150
Stolgebühren (Spenden bei Taufe, Hochzeit, Beerdigung) 500
Kirchgeld 2.850
Einnahmen gesamt: 78.100
Ausgaben  
Vergütungen, Entschädigungen 8.400
Caritas 1.750
Sachausgaben Seelsorge 11.750
Kultuskosten 3.900
Anschaffungen, Bau, Reparatur 8.100
Instandhaltungsrücklage; Rücklagen allg. 20.150
Betriebskosten, Kfz-Kosten 23.450
Öffentlich Abgaben, Versicherung, Gebühren 600
Ausgaben gesamt: 78.100

Einnahmen und Ausgaben in Höhe von rund jeweils 78.000 Euro sind auf den ersten Blick eine ganze Menge Geld. Seien Sie versichert, dass der Kirchenrat alle Positionen des jährlichen Haushaltsplanes kritisch prüft, um die vorhandenen Mittel verantwortungsvoll und „zielführend“ einzusetzen. Es würde hier zu weit führen, alle Titel des Gemeindehaushaltes einzeln zu erläutern, deshalb nur so viel:

1. Etliche Positionen sind sog. „Durchläufer“, wo die Einnahmen in voller Höhe auch als Ausgaben erscheinen, z.B. Caritasgelder, Sammlungen oder Kollekten für übergemeindliche Zwecke.
2. Das Bistum fordert die Bildung von Rücklagen in einem bestimmten Verhältnis zum Gesamthaushalt, was einerseits sehr sinnvoll ist, aber natürlich auch die Ausgabenseite stark belastet (siehe Instandhaltungsrücklage).
3. Besonders die deutlich gestiegenen Energie- und Instandhaltungskosten für die Kirchengebäude in Radeberg und Ottendorf-Okrilla machen sich negativ bemerkbar.
4. Der mit 44.200 € größte Posten der Einnahmen ist der Bistumszuschuss. Dieser wird gespeist aus dem Kirchsteueraufkommen in Sachsen, welches aufgrund des geringen Anteils der Katholiken von rund 4% an der Bevölkerung eher minimal ausfällt. Insofern wird der Haushalt des Bistums durch erhebliche Transferleistungen aus den westdeutschen Bistümern aufgefüllt. Jedoch sinkt auch dort angesichts der demographischen Entwicklung das Kirchsteueraufkommen, was zu geringeren Transfers führen wird. Bis 2050 soll der Haushalt des Bistums Dresden-Meißen ohne diese Hilfe aus dem Westen auskommen. Dies ist ähnlich der Problematik des Länderfinanzausgleiches auf bundespolitischer Ebene.

Eine Folge des demographischen Wandels ist, dass es mit der Zunahme von älteren Gemeindegliedern, die nicht mehr aktiv im Arbeitsleben stehen, relativ gesehen weniger Kirchensteuerzahler gibt, da die Kirchensteuer ja zuerst auf das Arbeitseinkommen erhoben wird. Wer also nicht mehr im Arbeitsprozess steht, kann nicht mehr mit seiner Kirchensteuer zum Unterhalt seiner Gemeinde beitragen. Dafür gibt es das Kirchgeld als freiwillige Spende der Nicht-Kirchensteuer-Zahlenden.

An dieser Stelle sei allen herzlich gedankt, die ihren finanziellen Beitrag für die Kirche und Gemeinde leisten, den Kirchensteuerzahlern, besonders auch allen Spendern und Kirchgeldzahlern. Es ist bemerkenswert, dass wir uns in Radeberg und Ottendorf bei großen Projekten und Bauvorhaben auf eine großzügige Spendenbereitschaft verlassen können!

Das Kirchgeld beträgt derzeit (Sommer 2014) nur etwa 3,5% unseres Haushaltes. Es wäre zu wünschen, dass dieser Anteil etwas größer wird und langfristig den sinkenden Bistumszuschuss vielleicht sogar ausgleicht.

Gut zu wissen: Dieses Geld verbleibt vollständig in der Pfarrgemeinde!

Verschiedentlich wird nach der angemessenen Höhe für das Kirchgeld gefragt. Als Richtlinie kann gelten, dass dafür 7% des monatlichen Einkommens als Jahresbeitrag „Kirchgeld“ als angebracht gelten können.
Ein Beispiel dazu:
Bei einem monatlichen Einkommen von 500 Euro wären diese 7% im Jahr ein Betrag von 35 Euro, also rund 3 Euro im Monat. Wobei es nach oben keine Grenze gibt!
Wie gesagt, ist dies eine Orientierung, wie sie in vielen Gemeinden empfohlen wird. Jeder Einzelne möge das natürlich mit seinen weiteren finanziellen Verpflichtungen abwägen.

Sollten Sie dazu Fragen haben, dann können Sie sich gern an die Mitglieder des Kirchenrats wenden.

Im Namen des Kirchenrats
Ihr Steffen Baron

Sie können Ihr Kirchgeld direkt im Pfarrbüro abgeben oder auf das Konto der Pfarrei überweisen. Auf Wunsch können wir Ihnen eine Spendenquittung ausstellen.

Die Bankverbindung der Pfarrei:

Bank: LIGA Regensburg, Filiale Dresden 

Bankleitzahl: 750 903 00
Konto: 828 738 4

BIC: GENODEF1M05
IBAN: DE88 7509 0300 0008 2873 84

Damit wir Ihre Überweisung auch richtig zuordnen können, geben Sie bitte einen Hinweis zur Verwendung, wie z. B. "Kirchgeld", "RKW-Spende", "Kalenderbestellung"... .

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Kontakt

Kath. Pfarrei St. Laurentius
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01454 Radeberg

Tel.: 03528 - 442229 (Pfarrer)
Tel.: 03528 - 414231 (Gemeindereferentin)