Unsere Glocken

Ein kurzer Abriss der Geschichte der Glocken in der Pfarrkirche Radeberg:

1883

Marienglocke
Die Marienglocke von 1883 (restauriert)

Ursprünglich waren es zwei Glocken, die von den Glasfabrikanten Willy, Max und Ernst-Wilhelm Hirsch gestiftet wurden. Sie wurden am 14. Juni 1883 durch Bischof Franz Bernet noch vor der Kirchweihe geweiht. Letztere war erst am 12. August 1883.

Die zweite, nicht mehr erhaltene Glocke war eine Laurentius-Glocke. Diese musste die Gemeinde 1916 im Ersten Weltkrieg für Rüstungszwecke abgegeben.

Hinten in der Kirche hängt die Marienglocke aus diesem ersten Geläut unserer Kirche. Sie wurde 1883 in Kleinwelka gegossen. Bei der Einführung des zweiten Geläutes wurde sie noch eine Zeitlang separat als Sterbeglocke genutzt, bei der Renovierung des Turms 1979 aber abgehängt und in einem Schuppen gelagert. Das untere Bild zeigt sie im von der Zeit gezeichneten Zustand der Auffindung. Bevor sie an ihren jetzigen Platz im Eingangsbereich der Kirche kam, wurde sie mit Sandstrahl gereinigt.

 

Marienglocke
Marienglocke - Original

gegossen: 1883

Inschrift:
Ave Maria, gratia plena
(Gegrüßet seies du Maria, voll der Gnade)

Fr. Gruhl in Kleinwelka fudit me MDCCCLXXIII
(Fritz Gruhl goss mich in Kleinwelka 1883)

Ton: a"-2

Verbleib: hängt hinten in der Raderberger Kirche

Auf dem Foto rechts sehen Sie die Marienglocke im Zustand ihrer Auffindung 2004.

 

Laurentiusglocke
zerstörte Laurentius-Glocke

gegossen: 1883

Inschrift:

Sancte Martyr Laurenti ora pro nobis
(Heilige Märtyrer Laurentius, bitte für uns)

Ton: e

Verbleib; 1916 für Rüstungszwecke beschlagnahmt

Im Bild rechts sehen Sie die schon zerschlagene Laurentius-Glocke vor ihrer Ablieferung für die Rüstung 1916.

1920

1920 erwarb die Gemeinde dann zwei neue Glocken, diesmal nicht aus Bronze, sondern aus Eisenhartguss. Deren Klang war zwar nicht so schön, aber dadurch entgingen sie im Zweiten Weltkrieg der Beschlagnahmung für die Rüstung. Da die noch erhaltene Marienglocke von 1883 mit diesen beiden im Klang aber nicht mehr harmonierte, wurde sie noch eine Weile als Sterbeglocke genutzt und später abgehangen. Bei Aufräumarbeiten im Schuppen entdeckten wir sie 2004.

Die größere Glocke "Friedensglocke" trug die Inschrift "Von Pest, Hunger und Krieg erlöse uns, o Herr". Die kleinere Glocke war wieder dem Hl. Laurentius geweiht und übernahm als Inschrift von ihrer Vorgängerin "Sancte Laurenti, ora pro nobis" (Hl. Laurentius, bitte für uns).

Im Zuge der Anschaffung des neuen Geläuts wurden sie 2005 abgenommen und in der Firma Heidenauer Glockenläuteanlagen für Demonstrationszwecke genutzt.

Glocken von 1920
Die beiden Glocken von 1920 bei ihrer Abnahme

2005

2005 waren die beiden Eisenhartgussglocken durch Umwelteinflüsse soweit beeinträchtigt, dass sie zugunsten zweier neuer Bronzeglocken weichen mussten. Diese sind aber durch die Schalluken im Türmchen von außen nicht sichtbar.

 

Glocke

Laurentiusglocke

Christusglocke

gegossen

2005

2005

Inschrift

Kommt herbei, singt dem Herrn

Ich bin die Auferstehung und das Leben

Bild

Fisch und Schlüssel

Christusmonogramm

Gewicht

80 kg

110 kg

Durchmesser

500 mm

580 mm

Ton

as’-3

F’’ –3

 

Ihr Geläut erklingt jetzt zu den Gottesdiensten, sowie Früh, Mittags und Abends.

neue Glocken
Die neuen Glocken bei der Glockenweihe 2005

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