Geschichte der Filialgemeinde Ottendorf-Okrilla

Durch die Errichtung einer Glashütte in Ottendorf im Jahre 1875 kam es zur Ansiedlung von kath. Glasarbeitern aus Böhmen und Schlesien. Für diese wurden Missionsgottesdienste in einem zur Kapelle eingerichteten Nebenraum des Gasthauses "Goldener Ring" abgehalten. Zunächst war dafür die Pfarrei Radeberg zuständig. 1918-1926 übernahmen Kapläne der Hofkirche in Dresden diese Aufgabe.

Ab dem 1.1.1926 gehört Ottendorf-Okrilla dann zur Pfarrei Königsbrück. Im Zuge von Flucht und Vertreibung war die Zahl der Katholiken zum Ende des 2. Weltkriegs stark angewachsen. Deshalb wurde Ottendorf-Okrilla am 23.1.1947 zur Lokalkaplanei erhoben. Erster Lokalkaplan war Pfr. Josef Schneider aus Malkwitz bei Breslau. Er starb am 26.3.1954 und ist auf dem Ottendorfer Friedhof beerdigt. Sein Nachfolger wurde Pfarrer  Rudolf Viehmann.

Große Probleme bereitete in dieser Zeit der Ort für die Feier der Gottesdienste. Die Firma Resse stellte eine Baracke auf der Förstereistr. zur Verfügung. Danach, in der Zeit, bevor der Kirchbau fertig gestellt wurde, durfte unsere Gemeinde an den Sonn- und Feiertagen den Gottesdienst in der evangelischen Kirche feiern. An den Wochentagen und zur Erteilung des Religionsunterrichts, stellte die kath. Familie Heidrich ihre Malerwerkstatt, Radeburger Str. 17 zur Verfügung.  

1959 wurde der Dreiseitenhof "Guhr" zur Heimat der kath. Kirche. Dem vorausgegangen waren langwierige Verhandlungen. Bereits 1934 wurde ein Grundstück in Ottendorf durch den Bonifatiusverein erworben. Nach mehrmaligem Tausch kam es dann 1959 zum Erwerb des Dreiseitenhofes auf der Radeberger Str. 19. Das Wohnhaus wurde abgebrochen und die Scheune zu einer Kirche mit Gemeinderaum umgebaut. Die bisherige Lokalkaplanei wurde am Tag der Weihe (10.5.1959) von Bischof Dr. Otto Spülbeck zur ordentlichen Pfarrei erhoben. Jan Pietschmann, der in der Gemeinde schon als Lokalkaplan gewirkt hatte, wurde damit auch der erste Pfarrer der Gemeinde.

1962 baute man den Pferdestall zur Pfarrwohnung aus.

1993 wurde der damalige Pfarrer Eckhart Wagner gleichzeitig Pfarrer von Dresden-Neustadt, wodurch Ottendorf-Okrilla zwar eigenständige Pfarrei blieb, de facto aber  von Dresden-Neustadt aus betreut wurde.

Dies änderte sich 1999. Vom 15.4. an wurde der Pfarrer von Dresden-Klotzsche, Hubertus Krehl, gleichzeitig Pfarrer von Ottendorf-Okrilla.

2002 wurde die Pfarrei "St. Josef der Werkmann" in Ottendorf-Okrilla aufgelöst und in die Pfarrei "Heilig Kreuz" Dresden-Klotzsche inkorporiert. Gemeinsam mit dieser wurde sie am 1.1.2005 mit der Pfarrei Dresden-Neustadt verschmolzen.

2005 kam es zum großen Umbau der Kirche, die etwas verkleinert wurde, um hinter der Altarrückwand mehr Platz für Gemeinderäume zu schaffen. Das alte Pfarrhaus war so baufällig geworden, dass sich eine Sanierung nicht mehr lohnte. Da auch absehbar war, dass keine Pfarrwohnung mehr benötigt wurde, riss man dieses Ende 2005 ab.

Auf Wunsch der Gemeindemitglieder kam es 2005 zu einem erneuten Wechsel der Gemeindezugehörigkeit. Seit dem 1. Advent 2005 gehört die ehem. Pfarrei Ottendorf-Okrilla zur Pfarrei "St. Laurentius" in Radeberg.

Ökumene Radeberg

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Kontakt

Kath. Pfarrei St. Laurentius
Dresdener Str. 31
01454 Radeberg

Tel.: 03528 - 442229 (Pfarrer)
Tel.: 03528 - 414231 (Gemeindereferentin)